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TPZ - Zürich
 
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Hinweis

Geschichte

Nach der Zerschlagung des Januar-Aufstandes in Polen hat eine neue Welle der polnischen  Emigranten (über 1000 Personen) die Schweiz erreicht. Grösster Teil von ihnen setzte sich in Zürich und Umgebung nieder. Am 20. November 1864 haben sie eine Gruppe unter dem Namen „Verein zur gegenseitiger Unterstützung der im Kanton Zürich ansässigen Polen“ gegründet.
Die Gründungsurkunde haben u.a.  Alojzy Teleżyński (Präsident des Vereins), Agaton Giller, Antoni Skotnicki, Henryk Szwajcer, Adolf Czajkowski, Władysław Cichowski, Józef Krynicki, Feliks Małachowski, Karol Jasołowski, und die Priester F. Jastrzębski und J. Nawrocki unterschrieben.
Der Verein zählte damals 150 Mitglieder, die in zwanzig Sektionen, die Zehner (mit jeweils einem Zehnenführer) genannt, unterteilt wurden. Ein Ausführungsvorstand, durch Zehnerführer gewählt stand an der Spitze des Vereins. In dieser Form überdauerte der Verein lediglich bis am 28. Januar 1865, denn als politischer Gruppierung wurde er durch die schweizerischen Behörden verboten. Zu gleicher Zeit wurde eine neue apolitische Gesellschaft - der Polnischer Verein in Zürich (TPZ) ins Leben gerufen. Zu diesem haben sich 20 Mitglieder angemeldet. In der Anfangszeit ausser Kassabuch und Mitgliederliste hat man keine Dokumentation geführt.
Erst ab 1975 wurden regulär monatliche Sitzungen mit Protokollführung abgehalten.
Als Hauptziele hat sich der neue Verein die Unterstützung der Heimatliebe durch Begehung der polnischen Feierlichkeiten und Feiern der polnischen Persönlichkeiten an die Fahnen geschrieben. Zu diesen Festen trafen bis zu 300 Personen ein.
1886 wurde eine Protestveranstaltung gegen die Expatriation von 45‘000 Polen aus dem Gebiet des Posen-Fürstentums durch die deutsche Regierung durchgeführt. Bei dieser Veranstaltung haben sich ausser Polen auch die Tschechen, Ungarn und Schweizer, u.a. Dr. Curti, welcher die antipolnische Politik vom Kanzler Bismarck scharf kritisierte, zum Wort gemeldet. 
TPZ  bemühte sich um die Vereinigung aller Polen in Zürich, Unterstützung der polnischen Diaspora, Gründung einer Pan-slawischer Organisation, sowie einer polnischen Bibliothek und eines polnischen Chors. Nur die letzten zwei Ziele wurden erreicht. Grösstes Problem stellte das Fehlen eines Vereinslokals dar.
Bis zum Jahr 1917 wurde die Kasse des Vereins genügend aufgefüllt um ein Extra-Hilfefonds zu etablieren mit dem den Kranken und den neuankommenden Polen unter den Arm gegriffen werden konnte. Gleichzeitig hat man auch den Polnischen Staatsschatz mit 5% der gesamten Einnahmen unterstützt. In diesem Jahr hat der Verein insgesamt 1000 Schweizerfranken für karitative Zwecke in Polen gespendet.
Die Mitgliederzahl schwankte zwischen 10 und 50 Personen. Zu Berühmteren gehörten: Oberst Zygmunt Miłkowski (T.T. Jeż), Zygmunt Balicki (Politiker und Publizist), Ludwik Michalski (Spender von 30‘000 Schweizerfranken für den Polnischen Staatsschatz), Dr. Lewakowski (späterer Parlamentarier), Dr. Józef Lutosławski, Priester Kazimierz Lutosławski , Agaton Giller (Dichter und Romancier), Prof. Miklaszewski (Ex - Minister für Ausbildung), Dr. Stanisław Grabski sowie Ignacy Frankowski (Mitglied während 40 Jahre), Karol Porankiewicz (Mitglied während 50 Jahre) und Franciszek Korach - die drei Letzten - langjährigen Vereinsschreiber.
Im Jahre 1919 viele Mitglieder kehren zu neuerstandenem Polen zurück. Im Verein verbleiben 3 Personen. Die Aktivitäten werden unterbrochen.
Am 3 Mai 1925 nach dem Nationalfeiertag wird die Tätigkeit des Vereins wieder aufgenommen, 50 neue Mitglieder treten ein. Ab 1935 wurde die aktuelle polnische Presse abonniert und im Café „Bristol“ zum Lesen aufgelegt, wo auch wöchentlich das Vereinstreffen statt fand.
Von 1937 bis eigentlich 1946 die Aktivitäten des Vereins wurden unterbrochen. Im 1940 auf Anfrage der Polnischen Gesandtschaft in Bern gab man 500 polnische Bücher an die Internierten polnischen Soldaten ab.

Im Jahre 1946 erklärte Präsident des Vereins, Winawer, dass der Verein nicht aufgelöst wurde, sondern seine Arbeiten aufgrund der mangelnden Mitgliederzahlen unterbrochen hat.
Am 9. April 1946 zählt der Verein 78 Mitglieder und wird reaktiviert. An vierteljährlich statt findenden Sitzungen werden die polnischen Themen behandelt. Die katholischen Messen und sogar die Rekollektionen unter Leitung von Kapuzinerpater Kasjan Wolak werden organisiert.

(Übersetzung: M.-J. Zagalak. Auszüge aus der Rede von Maciej Podgórny an dem 90-jährigen Jubiläumsfeier des Vereins TPZ im Kongresshaus Zürich am 14.01.1956)




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